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Die Geschichte der Steuern in Deutschland

Die ersten Hinweise auf Steuern und ähnliche Abgaben für die Obrichkeit gibt es bereits 3000 vor Christi. Sie wurden unter den Bezeichnungen Tribut, Zoll oder schlicht der Zehnte von den Untertanen eingefordert. Eine zentrale Frage war von Anfang an, wie Steuergerechtigkeit möglich wird, damit die Steuerpflichtigen die Abgaben auch tatsächlich zahlten und nicht dagegen aufbegehrten. Dazu wurden eine Vielzahl von Modellen entwickelt, die auch in der heutigen Zeit lohnen, genauer angeschaut zu werden, um Anregungen für die optimale Gestaltung der Steuerpolitik zu erhalten und historische Fehler zu vermeiden.


Eine der ersten Steuern war der Nil-Zoll im alten Ägypten. Es handelte sich um eine Erntesteuer, deren Betrag nach der Höhe des Nil-Hochwassers bemessen wurde. In Assuan haben die Archäologen ein sogenanntes „Nilometer“ gefunden, an dem das jährliche Ausmaß des Nil-Hochwassers präzise abgelesen werden konnte. Je höher das Nilhochwasser ausfiel, desto mehr fruchtbarer Schlamm wurde auf die Felder gespült und desto höher war der zu erwartende Ernteertrag.


Es gab spezielle Beamte, die die Höhe des Wasserstandes entlang des Flusslaufs protokollierten und auf diese Weise die Höhe der Steuer festlegen. Sie sind als die ersten Steuerbeamten der Geschichte anzusehen. (1)


Nicht nur in Ägypten sondern auch in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens gab es verschiedene Formen der Naturalsteuern, beispielsweise in Form von Frondiensten der ärmeren Bevölkerung oder in Form von Naturalabgaben, beispielsweise erlegtes Wild oder gefangene Fische.


Eine Rechtfertigung für die zehnprozentige Abgabe, des Zehnten, findet sich bereits im Alten Testament, im 3. Buch Mose, das vor ungefähr 2500 Jahren geschrieben wurde: „Der zehnte Teil von jeder Ernte an Getreide und Früchten gehört als heilige Abgabe dem Herrn“. (2)


Auch im Neuen Testament wird die Pflicht zur Steuerzahlung bestätigt. Dort heißt es im Brief des Paulus an die Römer: „...So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid:Steuer, dem dieSteuergebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.“ (3)


Die zehnprozentige Abgabe war schon vor der Einführung der Geldwirtschaft sehr verbreitet, auch im alten Ägypten. Ihre Durchsetzung war relativ einfach möglich, da in der Bevölkerung der Pharao nicht nur als politischer Führer angesehen wurde, sondern zeitweise auch als Gottheit. Die Steuern oder Abgaben waren damit zugleich eine Art „Gottesdienst“.


Auch in anderen städtischen Hochkulturen wie z. B. in Mesopotamien, im heutigen Irak, fanden sich in Inschriften der Tempelverwaltung Hinweise auf steuerähnliche Abgaben seit etwa 3000 vor Christi.Ähnliche Steuersysteme fanden Archäologen auch im alten China, bei den Assyrern und den Griechen.(4)


Im alten Rom gab es insbesondere Steuern, Zölle sowie Wege- und Nutzungsrechte, die von selbständigen Steuerpächtern eingetrieben wurden. Der Staat verlieh dieses Amt gegen einen festen Geldbetrag an einen Steuerpächter, der dann das Geld bei den Steuerzahlern erhob.


Auf diese Weise konnte sich der römische Staat von der lästigen Aufgabe, die Steuern eintreiben zu müssen, befreien. Als Steuerpächter wurden insbesondere vermögende Römer eingesetzt, die damit auch zu ihrem eigenen Vorteil wirtschafteten. Damit war dieses System zugleich eine Quelle der Korruption, die zu erheblicher Unzufriedenheit bei den Steuerbürgern führte.


Eine zentrale Voraussetzung für eine gerechte Steuererhebung waren regelmäßige Volkszählungen, die von den römischen Kaisern angeordnet wurden. So heißt es bereits in der Bibel (Weihnachtsgeschichte)(5) "Und es begab sich zu der Zeit, (…)dass alle Welt sich schätzen ließe."In moderner Übersetzungheißt das:„Kaiser Augustusordnete an, dass alle Menschen in seinem Reich gezählt und für die Steuer erfasst werden sollten“.


Dieser Zensus bildet sind zugleich die Grundlage für eine umfassende Steuerreform, die Kaiser Augustus in seiner Regierungszeit von 30 v. Chr. bis 14 n. Chr. einführte.Es wurden zwei grundlegende Steuerarten eingeführt, zum einen die von jedem Bürger zu zahlende Kopfsteuer und zum zweiten die Grundsteuer für diejenigen, die Grund und Boden besaßen. Im alten Rom wurde ein Kataster-System begründet, das an unsere heutigen Katasterbehörden erinnert. Dort wurde genau erfasst, über welchen Grundbesitz die einzelnen Bürger als Eigentümer verfügten.


Zugleich war damit ein Ausgleich für die als ungerecht empfundene Kopfsteuer geschaffen, weil die Grundsteuer nur die vermögenden Bürger zahlen mussten. Neben diesen beiden wichtigsten Steuerarten gab es noch die Erbverkehrssteuer, eine Vorform der Umsatzsteuer. So haben eine Vielzahl moderner Steuerartenihren Ursprung imüber 2000 Jahre alten römischen Recht.


Eine sehr originelle Verbraucher-Steuer führte Kaiser Vespasian 69 - 79 n. Chr. ein. Es handelte sich um eine Abgabe, die Besucher von öffentlichen Bedürfnisanstalten entrichten mussten. Auf diese Steuer kritisch angesprochen soll er mit dem bekannten Zitat geantwortet haben: "Pecunia non olet - Geld stinkt nicht". (6)


Das heutige System der Soll- und der Ist-Besteuerung, beispielsweise bei der Umsatzsteuer, geht auf alte römische Quellen zurück. Kaiser Diokletian (284 – 305 n. Chr.) führte eine Sollbesteuerung auf die Erträge aus der Landwirtschaft ein. Die Landpächter mussten danach eine vorher festgelegte Steuer bezahlen, unabhängig davon wie groß ihr tatsächlicher Ertrag war.


Der Staat erhoffte auf diese Weise, seine Einnahmen regelmäßiger zu gestalten und absichern zu können. In manchen Jahren mit guten Ernten, mag das auch funktioniert haben. In anderen Jahren wenn die Ernten schlechter ausgefallen waren, konnten die Steuern bei den verarmten Bauern nicht eingetrieben werden. Die verschiedenen Abgaben führten dazu, dass die Bauern kaum irgendwelche Rücklagen gegen Missernten und dergleichen anlegen konnten. (7) Derartige Probleme gibt es bis heute.


In der Zeit des Mittelalters wurde der aus dem Alten Testament abgeleitete Zehnt ausgedehnt. Es gab den sogenannten Großzehnt und den Kleinzehnt:


Der Großzehnt war analog der Bibel auf Getreide und meist Großvieh zu entrichten.Der Kleinzehnt war zusätzlich auf andere Feldfrüchte als Fruchtzehnt (Küchenkräuter, Obst, Gemüse) und Kleinvieh zu entrichten. Was genau kleinzehntpflichtig war, war örtlich unterschiedlich.


Etwa ab dem 6. Jahrhundert erhoben auch die Kirchen neben den staatlichen Herrschern den Zehnten von ihren Untertanen. Durch die starke Zersplitterung der Landherrschaft in Deutschland war das Steuerwesen sehr heterogen gestaltet. (8)


Die ersten Anfänge einer regulären Steuerwirtschaft entstanden im Mittelalter mit den Kreuzzügen. Wer sich daran persönlich oder nur finanziell beteiligte, konnte dafür den vollen Ablass seiner Sünden zugesprochen bekommen.


Normalerweise waren die freien Bauern im 10.-12. Jahrhundert von der Steuer befreit. Sie waren aber keine Landeigentümer und zahlten daher eine Pacht an die Landherren. (9)


Den fränkischen Königen gelang es nicht, das römische System der Grund- und Kopfsteuern weiterzuführen, weil es erhebliche Widerstände gab und die Verzeichnisse der Steuerzahler nicht mehr aktuell waren. Direkte Steuern wurden nur in Ausnahmefällen erhoben, also im Verteidigungsfall oder z. B. bei der (kostspieligen!) Hochzeit einer Fürstentochter. (10)


Viele Könige und Fürsten waren darauf angewiesen, ihren Unterhalt aus dem Ertrag der eigenen Ländereien zu bestreiten bzw. aus Abgaben der Reichsstädte und kleineren Fürstentümer. Viele Städte zahlten eine pauschale Steuer, die sie dann auf die Bürger umlegten. (11)


Die Träger der Staatsgewalt im Mittelalter bis zogen ihre Einkünfte hauptsächlich aus den eigenen Einnahmen als Grundherren sowie aus Erträgen und Abgaben der abhängigen Bauern sowie deren Frondiensten. Weitere Einkünfte ergaben sich aus gerichtlichen Strafgeldern, Zöllen, der Münze, Schutzgebühren für Kaufleute, Marktgebühren, Straßenzöllen, Erbübergangs-Abgaben und nicht zuletzt gelegentlicher Kriegsbeute. (12)


Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Städte, insbesondere die Hansestädte mehr und mehr zu Kreditgebern der Adeligen und der Landesherren. Auch reiche Kaufleute, allen voran die Fugger aus Augsburg finanzierten ganze Reiche und Königshäuser, wie beispielsweise in Frankreich und in den Niederlanden. (13)


Am wirkungsvollsten für die Einnahmen der Landesherren erwiesen sich die indirekten Steuern, also beispielsweise Zölle oder eine Maut als Verkehrssteuer für die Benutzer bestimmter Wege. Beim Überschreiten von Grenzen auf Land- oder Wasserwegen, an Brücken oder auf öffentlichen Märkten wurden derartige Abgaben erhoben.(14)


Zusätzlich gab es weitere Verbrauchssteuern, die sogenannten Akzisen, beispielsweise Steuern auf Bier, Wein, Salz oder Lotterien. Bis heute gibt es in Deutschland derartige indirekte Steuern. Ihre Bedeutung stieg in der Zeit des Mittelalters immer mehr an.


Um das Jahr 1500 herum entstand die Hundesteuer. Sie hieß damals "Hundekorn", weil die Bauern verpflichtet waren, ihre Obrigkeit bei der Jagd zu unterstützen und Hunde zu stellen. Wer keine Hunde besaß, musste zumindest das Hundefutter in Form von Getreide liefern. Diese Steuer hat sich im Kern bis heute als Hundesteuer erhalten. (15)


Es gab besondere Steuern für die Juden. Kaiser Barbarossa stellte sie 1157 als „königliche Kammerknechte“ unter seinen persönlichen Schutz. Ab 1236 dehnte er diesen Schutz auf alle Juden in Deutschland aus. Als Gegenleistung zog er die Judensteuer ein.


Unter Rudolf I von Habsburg, deutscher Kaiser von 1273 bis 1291, wurde diese spezielle Steuer für die jüdische Bevölkerung (das Judenregal) eine wesentliche finanzielle Quelle für die Finanzierung des Hofes. Die Judensteuer wurde zunehmend zu einer Abgabe für deren Duldung. (16)


Etwa ab dem 15. Jahrhundert war das Finanzsystem nicht mehr in der Lage, den durch Kriege verursachten, immer höheren Finanzbedarf zu decken. Deshalb versuchte Maximilian I auf dem Reichstag zu Worms 1495 den„Gemeinen Pfennig“ einzuführen. Alle Reichsangehörigen sollten damit belegt werden. Ihre unterschiedliche Leistungsfähigkeit wurde teilweise berücksichtigt.


Der „Gemeine Pfennig“ war die erste allgemeine Steuer in der deutschen Geschichte. Er konnte aber vielfach gar nicht vollständig eingetrieben werden, da es nicht möglich war, die säumigen Steuerzahler zu verfolgen. Nicht zuletzt fehlten dafür die nötigen Steuerverzeichnisse.(17)


Eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Steuersystems war die Ablösung des Tauschhandels durch die Geldwirtschaft. Es bildeten sich zentralistische Staaten wie Frankreich oder Russland, die ein ständiges Heer mit Kasernen und Waffen benötigten. Die hierfür benötigten Mittel mussten durch allgemeine Steuern aufgebracht werden. (18)


Durch Kriege und deren Kosten stiegen die Staatsausgaben stark an. In vielen Ländern deckten die laufenden Einnahmen lediglich die Hälfte der Ausgaben. Die restlichen Gelder wurden durch Anleihen aufgebracht. Hierbei griff man auf das alte, korruptionsanfällige, römische Prinzip der Steuerpächter zurück.


Die allgemeine Besteuerung wurde erst im 18. Jahrhundert allmählich eingeführt. Staatliche Steuerlisten ersetzen dann die alten ständischen Listen. Erst in dieser Zeit wurde auch das Staatsgut von dem privaten Eigentum der Könige und Fürsten getrennt. (19)


Der schottische Wirtschaftsphilosoph Adam Smith (1723-1790) formulierte im Jahr 1776 in seinem Buch „The Wealth ofNations“ die Grundsätze für ein gerechtes Steuersystem, die noch heute in modernen Steuersystemen wiederzufinden sind. Danach werden an die Steuergesetze vier grundsätzliche Anforderungen gestellt:


„Wohlfeilheit,
Bequemlichkeit,
Bestimmtheit und
Gleichheit.“


Er forderte mit dem Begriff „Wohlfeilheit“, dass der Staat bei der Steuereintreibung darauf achten muss, dass die damit verbundenen Aufwendungen im Rahmen bleiben. Mit dem Begriff Bequemlichkeit meinte er, dassdie Besteuerung die Wirtschaftstätigkeit nicht behindern soll und daher auch nicht zu hoch sein darf. Dazu gehört, dass die Unternehmen genau wissen, wann sie, wie viele Steuern zu bezahlen haben und davon nicht überrascht werden. Außerdem sollen die Steuern für alle Steuerzahler gleich sein. (20)


Diese Forderungen waren zur damaligen Zeit sehr modern. Bis heute sind sie nur unvollständig verwirklicht. Auch in der weiteren europäischen Steuergeschichte kam es immer wieder zu schwerwiegenden Verstößen gegen diese Grundsätze.


In der Französischen Revolution (1789-99) wurde die Forderung nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erhoben, die auch für die Steuergesetzgebung gelten sollten und die als besonders ungerecht empfunden wurden. Die ungeschickten Steuergesetze waren ein Grund für den Ausbruch der Französischen Revolution, die auch im Nachbarland Deutschland erhebliche Auswirkungen hatte. (21)


Nach dem Sieg über Napoleon im Jahre 1815 wurde auf dem Wiener Kongress der Deutsche Bund gegründet. Er umfasste 35 Monarchien und 4 Freie Städte. Eines der größten deutschen Länder, Preußen, war daran allerdings nur teilweise beteiligt. Jedes Land hatte sein eigenes Finanzsystem. Der Bund selbst besaß nur eine geringe finanzwirtschaftliche Bedeutung. (22)


Im Jahre 1808 entwickelte der preußische Minister Freiherr von Stein eine erste einheitliche Einkommensteuer. Im Jahre 1920 ersetzte der preußische Staat mit Finanzminister Fürst von Hardenberg die bisherigen direkten Steuern durch eine allgemeine Einkommensteuer. Dabei wurden die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Steuerbürger berücksichtigt (Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und außergewöhnliche Belastungen).


Das geschah durch die Einrichtung von Steuerklassen.Die Einteilung nach Steuerklassen basiert auf Schätzungen und Selbstangaben. Die Erfinder der Klassensteuer waren davon ausgegangen, dass die Steuerbürger sich aus Selbstachtung nicht in einer zu niedrigen Steuerklasse veranlagen lassen wollten. Diese Hoffnung erwies sich jedoch als Fehleinschätzung. (23)


Auf der anderen Seite bekamen die Steuerzahler auch mehr Rechte. Es stand das preußische Dreiklassenwahlrecht und die damit verbundene Mitbestimmung der vermögenderen Steuerbürger.Allerdings durfte nur ein Bruchteil der vermögenden, männlichen Bevölkerung sich überhaupt zur Wahl stellen oder wählen. Hinzu kam, dass die neugeschaffenen Gremien nur sehr selten einberufen wurden. (24)


Die Spitze des deutschen Staatsgebildes war im 19. Jahrhundert schwach ausgestattet. Bis 1900 gab es keine direkten Steuereinnahmen, sondern nur Erlöse aus der Post- und Telegraphenverwaltung, Verbrauchsteuern, Zölle und Matrikularbeiträge der Einzelstaaten. Noch 1913 entschied das Deutsche Reich nur über ein Drittel aller Einnahmen. Eine allgemeine Umsatzsteuer entstand erst ab 1916. (25)Eine einheitliche Finanzverfassung entstand erst nach dem siegreichen Krieg gegen Frankreich und der Gründung des Deutschen Reiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck (1871 bis 1890). (26)


In den deutschen Ländern setzte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Einkommenssteuer als die wichtigste Steuerart durch. Sie war zuvor schon in mehreren deutschen Ländern eingeführt worden.


Ihr Vordenker war der preußische Finanzminister Johannes von Miquel (1891-1901). Er ordnete das Steuersystem mit den Bestandteilen Einkommensteuer, Vermögenssteuer und Gewerbesteuer neu. Dieses System ist in seinen Grundzügen noch heute erhalten. Miguel führte auch die Steuerprogression ein. Wer ein Jahreseinkommen von 900 bis 1050 Mark hatte, zahlte 0,62 % Einkommensteuer – wer dagegen mehr als 10.000 Mark im Jahr verdiente, musste 4 % bezahlen. Im Jahre 1906 wurde außerdem die Erbschaftssteuer eingeführt. (27)


Im Ersten Weltkrieg geriet das Deutsche Reich in Finanznot und führte die Umsatzsteuer wieder ein. Im Jahre 1916 wurde eine Steuer auf Warenlieferungen eingeführt, die mit einem Warenumsatz-Stempel gekennzeichnet worden. Eine weitere Entwicklung bildete die sogenannte Allphasen Bruttoumsatzsteuer. Alle Erträge aus dieser neuen Steuer flossen in die Kassen des Reiches.


Steuererhöhungen zur Finanzierung des Krieges gab es erst ab 1916. Davor wurden hauptsächlich inländische Kredite aufgenommen bzw. die Geldmenge vermehrt, indem schlicht Geld gedruckt wurde. Dies führte längerfristig zur Inflation von1923. (28)


Mit dem Ende der Monarchie und der Gründung der Weimarer Republik wurden auch die Steuergesetze von dem damaligen Finanzminister Matthias Erzberger (1919-1920) grundlegend verändert. Die erzbergersche Finanzreform von 1919 1920 mit 16 Finanz und Steuergesetzen wird als das umfangreichste Reformwerk der deutschen Steuer- und Finanzgeschichte bezeichnet.Die verschiedenen Arten von Einkommenssteuern in den Ländern des Deutschen Reiches wurden auf eine neue, gemeinsame Grundlage gestellt, die in ihren wesentlichen Grundzügen bis heute existiert.


Statt des bisherigen Föderalismus in den einzelnen Ländern wurde nun ein zentraler Behördenapparat geschaffen – mit dem Reichsfinanzministerium auf der ersten Stufe, den Landes-Finanzämtern auf der zweiten und den örtlichen Finanz- oder Hauptzollämtern auf der dritten Stufe. In seiner kurzen Amtszeit als Reichsfinanzminister führte er auch den direkten Lohnsteuerabzug durch die Arbeitgeber ein. (29)


Die Spitzensteuersätze klettertenvon 4 % auf bis zu 60 % und auch das Steueraufkommen insgesamt stieg erheblich.Das führte dazu, dass das viele Unternehmen ihre Investitionen nicht mehr aus ihren Gewinnen finanzieren konnten und sich verschulden mussten, nicht zuletzt um damit auch die Steuerbelastung zu mindern. Damit sanken die Eigenkapitalquote und die Möglichkeiten für innovative Betriebe, Geld bei den konservativ ausgerichteten Banken zu leihen.


Die Länder und das Reich teilten die direkten Steuer untereinander auf. Aber auch die Unternehmen selber wurden zu Steuer-Subjekten, indem Erzberger die Körperschaftsteuer und die Kapitalertragsteuerfür Unternehmen einführte. Damit endete die jahrhundertelange Abhängigkeit des Deutschen Reiches von den Steuerzuwendungen der deutschen Länder.(30)


Die bedeutendste Einnahmequelle des Deutschen Reiches war die Einkommensteuer. Die zweitwichtigste Steuer war die Allphasen Bruttoumsatzsteuer, die erst 1967 zur heutige Umsatzsteuer umgewandelt wurde.Die Finanzreform von Erzberger, die als eins der größten Reformwerke der deutschen Verwaltungsgeschichte gilt, hat es erreicht, die Steuerquote am Bruttoinlandsprodukt auf über 20 % zu heben. Das bedeutete eine Verdreifachung der Vorjahresquote.


Mit der Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre und den hohen Arbeitslosenzahlen sanken die Staatseinnahmen, während auf der anderen Seite Ausgaben für die Arbeitslosenunterstützung stiegen. Im Jahre 1932 erreichten die Staatseinnahmen ein Rekord-Tief. Hinzu kamen die immer noch sehr erheblichen Reparationsverpflichtungen in Folge des verlorenen Ersten Weltkriegs. (31)


Nach Hitlers Machtergreifung wurde die Zentralmacht in Berlin gestärkt, indem die Kompetenzen der Länder aufgehoben wurden. Das Steuersystem und die Grundzüge der Privatwirtschaft blieben in ihren Grundzügen bestehen, um die Funktionsweise der Wirtschaft nicht zu beeinträchtigen.Hitler konnte sich auf eine gut ausgebildete und loyale Beamtenschaft verlassen. (32)


Es wurden allerdings eine Reihe von Steuergesetzen gegen die jüdische Bevölkerung erlassen, beispielsweise die Reichsfluchtsteuer. Mit dieser Zwangsabgabe mussten sich ausreisewillige Juden ihre Reise ins Exil teurer kaufen. Außerdem wurde 1938eine Judenvermögensabgabe eingeführt, mit einer Zwangsabgabe auf jüdisches Vermögen in Höhe von 20 Prozent.


Seit 1939 orientierte sich die Finanzpolitik an den Vorgaben der allgemeinen Kriegsführung. Außerdem ging es darum, die Vermögenswerte der deportierten Juden zur Finanzierung des Krieges zu nutzen.


Die nationalsozialistische Steuerpolitik wurde durch vier zentrale Grundsätze gestaltet: "Durch die technische Verbesserung des aus der Zeit der Weimarer Republik übernommen, aber nicht grundsätzlich geänderten Steuerrechts, durch den Einsatz des Steuerrechts als Instrument wirtschaftspolitische Ziele, durch Maßnahmen zur Finanzierung des Krieges und durch die steuerliche Sonderbehandlung der Juden, Polen, Zigeuner (und) der zum Zwangsarbeit-Einsatz herangezogenen sogenannten Ostarbeiter." (33)


Während des Zweiten Weltkriegs nahmen sowohl die Verschuldung des Reiches als auch die Belastung der Bevölkerung durch immer strengere Steuersätze rapide zu. Grundsätzliche Veränderungen wurden am Steuersystem aber nicht vorgenommen. Mit dem Nationalsozialismus endete auch die zentralistische Steuerverwaltung des Deutschen Reiches.


Nach 1945 arbeiteten viele Mitarbeiter in den Finanzämtern einfach auf der Grundlage der bisherigen Steuergesetze weiter. Auch unter der Alliierten Besatzungsmacht blieb die Besteuerung der westdeutschen Bevölkerung hoch.


Mit der Währungsreform von 1948 wurde die D-Mark eingeführt. Damit begann in Westdeutschland das sogenannte Wirtschaftswunder. (34)


Im Grundgesetz von 1949 wurden die Grundlagen der neuen Finanzverwaltung und Finanzgerichtsbarkeit festgelegt. Der Föderalismus wurde wiedereingeführt indem die Länder eine eigenständige Finanzhoheit erhielten.


Der erste Bundesminister der Finanzen, Fritz Schäffer, war zunächst mit den Folgen des Zusammenbruchs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Er sah seine Hauptaufgabe darin, den Geldwert der neuen D-Mark durch eine sparsame Ausgabenpolitik zu stabilisieren und durch Steuersenkungen die Wirtschaft anzukurbeln.(35)


Es gab verschiedene Vorschläge für eine umfassende Steuerreform, die doch größtenteils nie durchgeführt wurden. Stattdessen gab es mehrere kleine Steuerreformen.Eine wesentliche Weiterentwicklung der deutschen Finanzverfassung wurde erst 1969 geschaffen. (36)


In der DDR sollte bewusst mit den alten deutschen Steuertraditionen gebrochen werden. Die meisten Produktionsmittel waren jetzt Staatseigentum. In der Wirtschaft gab es eine zentrale Planwirtschaft, die sich nach mehrjährigen Plänen, die von der SED erlassen worden waren, zu richten hatte.(37)


Die wichtigste Einnahmequelle waren die Abgaben der volkseigenen Betriebe (VEB). Steuereinnahmen von der Bevölkerung oder von privaten Kleinbetrieben spielten nur eine geringe Rolle. Entsprechend gab es ab 1952 auch keine Finanzämter mehr in der DDR.(38)


Die DDR bemühte sich darum, sich bewusst von den „kapitalistischen“ Steuersystemen zu unterscheiden und führte Besteuerungsarten ein, die sich danach orientierte, ob die Steuerzahler Werktätige oder Kapitalisten waren und bei den juristischen Personen, ob es sich um staatliche, genossenschaftliche oder private Betriebe handelte.


Die Abgaben der Staatswirtschaft waren die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle mit rund zwei Drittel aller Einkünfte. Die Steuern, die der Privatwirtschaft auferlegt waren, also privaten Unternehmern oder juristischen Personen, wie z. B. die Einkommen- und Körperschaftsteuer, die Kapitalertragssteuer, die Gewerbesteuer, die Umsatz- und die Vermögenssteuer stammten sämtlich aus der Steuergesetzgebung des Deutschen Reiches vor 1945. Teilweise wurden diese Steuern mit dem bewussten Ziel umgestaltet, um sie zur Einschränkung und Verdrängung der Privatwirtschaft einsetzen zu können.


Genussmittel, Importwaren und sogenannte luxuriöse, langlebige, technische Gebrauchsgüter wie z. B. Automobile wurden mit hohen Abgaben belegt. Auf der anderen Seite wurden Grundnahrungsmittel, Babybekleidung, Kinderschuhe, Schulartikel, Lehrbücher und Arzneien ohne Steueraufschläge weitergegeben. (39) Teilweise gab es auch Preisstützung-Subventionen unter den Herstellungskosten.


„Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten kam für alle Beteiligten überraschend“, lautet der Kommentar von vielen Historikern. (40). Entsprechend unvorbereitet und planlos muten manche politischen Aktionen nach dem 9. November 1989 an.


Zur Abwicklung der alten DDR erließ die Volkskammer der DDR im Jahre 1990 das „Gesetz zur Privatisierung und Reorganisation des volkseigenen Vermögens“ und schuf damit die Grundlage für die Treuhandanstalt.


Die Treuhandanstalt unterstand als rechtsfähige bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts der Fach- und Rechtsaufsicht dem Bundesministerium der Finanzen. Die Treuhandanstalt wurde zum Ende des Jahres 1994 aufgelöst. (41)


Die Treuhand ist in ihrer Arbeit massiv kritisiert worden. Sie wurde verantwortlich gemacht für den „Ausverkauf Ostdeutschlands“ und für den Verlust an vielen industriellen Arbeitsplätzen. Genauere Untersuchungen haben aber gezeigt, dass „krasse Fehler oder gar Korruption die Ausnahme (waren, aber) unvermeidbare Schrumpfungsprozesse die Regel“. (42)


„Der Untergang der mitteldeutschen Industrie, der Einzug einer quasikolonialen Verwaltungs- und Wirtschaftsvormundschaft in den östlichen Ländern, die drückende Arbeitslosigkeit und teilweise kriminellen Fehler der Treuhandanstalt haben Kraft gekostet und Bitterkeit ins Glück gemischt. Hart wurde um das Unrecht des sozialistischen Regimes und seines widerlichen Geheimapparats gestritten, gleichzeitig seine angeblichen Vorzüge romantisiert.“ (43)


Allerdings hat die Vereinigung auch ihren Preis gehabt, denn die Staatsverschuldung ist seit der Vereinigung stark expandiert. Sie hatte sich in wenigen Jahren nach der Vereinigung mehr als verdoppelt. (44)Erst jetzt, 29 Jahre später, wird sie allmählich abgebaut.


In der Zusammenfassung von 5000 Jahren Steuergeschichte fällt auf, dass es noch immer nicht gelungen ist, die fast 300 Jahre alten Grundsätze von Adam Smith vollständig umzusetzen. Viele Jahre wurde und wird auf alten Steuervorschriften bestanden, auch wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind. Beispielsweise kostete die Eintreibung mancher Steuern auch heute noch fast genauso viel Aufwand, als im Ergebnis am Ende dabei herauskommt.


Viele gutgemeinte Ansätze wurden gestartet, aber nicht zu Ende geführt. Zu denken ist hier an die verschiedenen Forderungen nach Abbau der Bürokratie. Von einer Steuerberechnung, die, wie Friedrich Merz 2003 forderte, auf einen Bierdeckel passt, sind wir noch immer weit entfernt.


Eine zentrale Forderung von Adam Smith war gewesen, dass die Steuerbelastung die wirtschaftliche Aktivität der Betriebe nicht behindern darf. Gegen diesen Grundsatz wurde nicht nur in der Weimar Republik verstoßen, sondern bis heute ist es für mittelständische und innovative Unternehmen sehr schwer, für ungewöhnliche Projekte Kredite von den Banken zu bekommen.


Vor 90 Jahren hat diese Zurückhaltung bei der Vergabe von Krediten mit dazu beigetragen, dass die Weimarer Republik geschwächt wurde und Hitler die Macht ergreifen konnte. Angesichts der Chancen der digitalen Wirtschaft ist zu hoffen, dass die heutigen Steuerpolitiker und Kreditgeber aus diesen bitteren Erfahrung der Geschichte die richtigen Lehren ziehen.


Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Steuern liefert viele wertvolle Anregungen, die die Gesetzgeber anregen mögen, gerade im digitalen Zeitalter originelle und kreative Möglichkeiten der Steuerverwaltung zu entwickeln.


1: Peter J. Velte, Grundzüge der Steuergeschichte, in: Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 241, Bonn, 1993, S. 5


2: Lutherbibel 1984, 3. Buch Mose, 27, 30


3: Lutherbibel 1984 – Röm 13,7


4: vergl. Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung Nr. 288/2012, S. 8


5: Lutherbibel 1984, Luther, Luk 2,1


6: http://www.geo.de/geolino/redewendungen/8765-rtkl-redewendung-geld-stinkt-nicht


7: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 1, S. 197


8: https://www.vlh.de/wissen-service/steuer-nachrichten/die-geschichte-der-steuern-kurz-und-knackig.html


9: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 1, S. 159


10: Peter J. Velte, Grundzüge der Steuergeschichte, in: Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 241, Bonn, 1993, S. 5


11: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 1, S. 295


12: Hermann Kellenbenz, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Band 1, Verlag C. H. Beck München 1977, S. 73


13: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 1, S. 453


14: Edward Miller, Wirtschaftspolitik und öffentliche Finanzen 1000 - 1500, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 1, Verlag UtbStuttgart 1986, S. 223


15: Peter J. Velte, Die Finanzverfassung der Bundesrepublik, in: Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 241, Bonn, 1993, S. 12


16: Reiner Sahm, Zum Teufel mit der Steuer, Springer Verlag Wiesbaden 2012, S. 81


17: Peter J. Velte, Grundzüge der Steuergeschichte, in: Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 241, Bonn, 1993, S. 5


18: Geoffrey Parker, Die Entstehung des modernen Geld- und Finanzwesens in Europa 1500 bis 1730, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 2, Verlag Utb Stuttgart 1986, S. 358f


19: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 1, S. 647


20: vergl. Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung Nr. 288/2012, S. 8


21: Hans Vorländer, Demokratie – Geschichte eines Begriffs, in: Informationen zur politischen Bildung, Nr. 284, Bonn, 2013, S. 31


22: Hermann Kellenbenz, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Band 2, Verlag C. H. Beck München 1981, S. 156


23: Reiner Sahm, Von der Aufruhrsteuer bis zum Zehnten, Springer Verlag Wiesbaden 2014, S. 51


24: Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Union Verlag, Stuttgart 1971, Band 2, S. 467


25: Knut Borchardt, Die industrielle Revolution in Deutschland 1750 bis 1914, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 4, Verlag Utb Stuttgart 1986, S. 195


26:Hermann Kellenbenz, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Band 2, Verlag C. H. Beck München 1981, S. 305


27: nach Constanze Hacke, Der Zehnte – ein Streifzug durch die Steuergeschichte, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2012


28: Karl Hardach, Deutschland 1914 bis 1970, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 5, Verlag Utb Stuttgart 1986, S. 51


29: Heike Knortz, Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik, Verlag Utb Göttingen 2010, S 49


30: Heike Knortz, Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik, Verlag Utb Göttingen 2010, S 158


31: Hermann Kellenbenz, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Band 2, Verlag C. H. Beck München 1981, S. 447


32: Karl Hardach, Deutschland 1914 bis 1970, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 5, Verlag Utb Stuttgart 1986, S. 63


33: Zitat Rainer Voss, ehemaliger Präsident des Finanzgerichts Hamburg, zitiert nach Constanze Hacke, Der Zehnte – ein Streifzug durch die Steuergeschichte, Bundeszentrale für politische Bildung, 2012


34: Werner Abelshauser, Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945, Verlag C. H. Beck München 2004, S. 164ff


35: vergl. Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung Nr. 288/2012 Bonn


36: Finanzreformgesetz vom 12. Mai 1969


37: DDR Handbuch, Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, Bonn 1984, S. 1315


38: Peter J. Velte, Grundzüge der Steuergeschichte, in: Steuern und Finanzen, Informationen zur politischen Bildung, Nr. 241, Bonn, 1993, S. 8


39: DDR Handbuch, Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, Bonn 1984, S. 1323


40: Werner Abelshauser, Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945, Verlag C. H. Beck München 2004, S. 398


41: Treuhandgesetz § 11, 1


42: Dieter Grosser, Das Wagnis der Währungs- Wirtschafts- und Sozialunion, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1998, S. 364


43: Die Vereinigung: Verpasste ordnungspolitische Chancen, in: Ökonomische und Erfolge und Misserfolge der deutschen Vereinigung – Eine Zwischenbilanz, Schriften zum Vergleich von Wirtschaftsordnungen, Gustav Fischer Verlag Stuttgart 1994, S. 125


44: vergl. Karl-Hans Hartwig, et al. Das Finanzmanagement der deutschen Einheit: eine politökonomische Betrachtung, in: Ökonomische und Erfolge und Misserfolge der deutschen Vereinigung – Eine Zwischenbilanz, Schriften zum Vergleich von Wirtschaftsordnungen, Gustav Fischer Verlag Stuttgart 1994, S. 166f